Outdoor-Reinigung

Liebe Leser, sehr geehrte Putzteufel – Ich bin zurück, wobei ich eigentlich nicht wirklich weg war. Ich war allerdings längere Zeit im Ausland unterwegs, ich hatte mir einiges angespart, und habe mir in anderen Ländern mal die ein oder andere Inspiration geholt. Wofür, fragt ihr Euch? Naja, ich sehe langsam ein, dass ich irgendeine besondere Sache machen muss, um damit auch Geld zu verdienen, irgendwo muss man ja bleiben. Und ich habe festgestellt, dass man nur mit Bügeln oder Putzen nicht so wahnsinnig weit kommt. Aus diesem Grund war ich nicht nur im Urlaub. Sondern auch nach einem Konzept, dass in Deutschland vielleicht noch nicht so umgesetzt wird, wie es theoretisch sein könnte. Doch jetzt habe ich eine Art von einer Idee, was ich ausprobieren könnte. Und zwar richtet sich meine Geschäftsidee vor allen Dingen an die besser verdienenden. Ich möchte eine Art Outdoor-Komplettreinigung anbieten. Dabei geht es nicht um Gartenarbeit, sondern tatsächlich um die Sauberkeit und Ordnung im Außenbereich. Dies schließt beispielsweise auch den Pool, die Einfahrt und das Hausdach mit ein. Also ich möchte mich um alles kümmern, was sich nicht IM Haus befindet. Der Clou an der Sache ist eben, dass man nicht 4 verschiedene Unternehmen bestellen muss, sondern einen Experten für alle Bereiche an die Hand bekommt. Das ist nicht nur praktisch, weil man einen Ansprechpartner hat, sondern auch günstiger, da man verschiedene Pakete buchen kann. Ich wollte das in den nächsten Wochen einfach ausprobieren und in den lokalen Anzeigen einiger Portale ein Angebot platzieren.

Ich habe dieses System in den USA gesehen und festgestellt, dass das wirklich klappen. Nun haben die dort im Süden auch besseres Wetter, so dass sie fast ganzjährig diese Outdoor-Betreuung brauchen… das ist der einzige Knackpunkt: Was mache ich im Winter? Aber da wird mir sicher auch noch etwas einfallen, da bin ich sehr guter Dinge.

Also, bis dann, genießt noch den Sommer!

Selbsthilfe macht am Schlausten!

Meine Idee ist ja, eine moderne Hauswirtschaftsfibel zu schreiben. Ein richtig dickes Buch, indem man alle machbaren Kleinigkeiten zum Haushalt findet. Von Blumen gießen über Glühbirnen tauschen und Lampenfassungen anschließen, bis hin zu Hemden bügeln. Einfach mal alle Tipps, die es bis heute gibt, zusammentragen und die Besten in einem dicken Wälzer niederschreiben. Das bekommt dann jedes Kind, das in seine eigene Wohnung zieht, und dann ist Schicht im Schacht. Alles andere wäre doch verantwortungslos! Es kann doch nicht sein, dass junge Leute Quantenphysik studieren und gleichzeitig nicht wissen, was das für Symbole auf dem Waschzettel ihrer Lieblingsjeans sind. Wie der Mitbewohner meiner Tochter, das hat sie mir neulich erzählt. Ich persönlich habe meine Kinder zur Selbstständigkeit erzogen und sie sind mir dafür sehr dankbar. Sie fühlen sich unabhängig und unser Verhältnis ist top. Richtig erwachsen sind sie schon und führen ihren Haushalt wirklich vorbildlich! Das erleichtert ihnen natürlich auch eine Menge, wenn im Haushalt alles sauber ist. Es spart eine Menge Zeit, gibt ein gutes Gefühl und ist eine wichtige Stütze für später, wenn sie mal eigene Kinder haben. Dann müssen sie nicht erst alles lernen, sondern wissen schon, wie alles geh und können sich um die Erziehung kümmern. Ansonsten würde ja das volle Chaos ausbrechen. Natürlich, wenn sie mal Hilfe bei ein paar Reparaturen oder Ähnlichem brauchen, bin ich natürlich sofort zur Stelle, das wissen sie auch. Oder bei Sachen, die schlecht alleine gehen, wie zum Beispiel tapezieren. Aber sonst, alles selbstständig. Hat meiner Meinung nach auch ihren Charakter gestärkt. Immer pünktlich, immer fleißig, alle beide. Und sehr gescheit, schon immer gewesen. Das macht eine Menge aus, diese Art von Erziehung, das kann man mir ruhig glauben! Es schadet nicht. Eine lasche Kuschel-Erziehung, die schadet. Das arme Kind wird so zum Weichei. Ist jedenfalls meine Meinung.

Selbsthilfe macht schlauer!

Sagen wir mal so, ich habe früher schon deshalb mehr über Heim- und Handwerksarbeit gelernt, weil ich es musste. Meine Schwester und ich mussten von Anfang an im Haushalt mithelfen und mein Vater hat mich immer mit runter in seinen Werkskeller genommen, eben damit ich was lerne. Da hat er mir dann Sachen zur Elektrik erklärt, wie man Werkzeug benutzt oder wie man Teile am Auto ganz einfach selbst reparieren kann. Also damals noch am Trabbi. Aber geholfen hat es trotzdem. Neulich habe ich auf mobile gesehen, wie sich eine Hand voll junger Männer in den Kommentaren über Tuning von einem Skoda unterhalten haben. Da hat man schon bei den ersten drei Sätzen gemerkt, dass die alle keine Ahnung von Autos hatten. So ist das mit der Jugend, die wissen ja manchmal nicht mal, wie man eine Waschmaschine bedient! Es ist zum fürchten! Und was folgt daraus? Sie verschwenden ihr Geld für Handwerker, die sie nicht gebraucht hätten oder eben für regelmäßige, teure Neuanschaffungen. Da sind sie doch selbst schuld! Und die Handwerker sind völlig überlastet und werden beschimpft, weil sie unzuverlässig sind, nur, weil jeder wegen jedem kleinen Problem anruft. Wo kommen wir denn da hin! Ich habe neulich sogar gehört, dass es in Berlin an den Schulen keinen Handwerksunterricht mehr gibt! Und Hauswirtschaftsunterricht auch nicht! Die backen da nachmittags ein paar Kekse in einer AG oder töpfern eine Schale für Mutti und das war’s! Und in ihrem ersten eigenen Haushalt geht es dann drunter und drüber und zu essen gibt es nur Tütensuppen und Konservendosen. Meiner Meinung nach sollte da mal jemand durchgreifen. Da ist doch auch die Schulpolitik gefragt, dass den Schülern mal beigebracht wird, wie man im Alltag zurecht kommt. Können alle den Satz des Pythagoras aufsagen, aber keine Hemden bügeln.

Selbsthilfe macht schlau!

Wieso ist heutzutage eigentlich niemand mehr in der Lage, sich selbst zu helfen? Kann mir das mal bitte jemand verraten? Ich muss sagen, dass das eine Entwicklung in der Gesellschaft ist, die mich fürchterlich aufregt. Vielleicht sollte ich erst einmal erläutern, wie ich das meine. Es geht um Folgendes: Aufgewachsen bin ich in der guten, alten DDR. Für alle, die es noch nicht geschnallt haben, wir hatten nichts. Doch das empfinde ich nicht als schlecht, nein, ganz im Gegenteil! Denn die Not hat uns erfinderisch gemacht! Wir konnten nicht für alles in den Supermarkt gehen oder mussten sofort den Handwerker rufen, wenn etwas kaputt war. Wir haben uns einfach selbst geholfen, mit ein bisschen Grips und Kreativität sind wir toll zurecht gekommen. Und vor allem kommen wir auch heute noch zurecht! Aber der Großteil der Bevölkerung ist dazu überhaupt nicht in Lage, geschweige denn, dazu motiviert. Bei jeder durchgebrannten Glühbirne wird da der Handwerker gerufen, bei jedem Kratzer am Tisch gleich ein neuer gekauft. Alles für viel, viel Geld. Dabei kann man die meisten Sachen billig und mit eigener Handarbeit im Handumdrehen wieder hinkriegen! Doch das weiß heutzutage niemand mehr. Oder sie wollen es nicht mehr wissen, weil sie zu reich und zu bequem geworden sind. Freunde der Nacht, selbst ein zerkratztes Handydisplay kriegt man mit etwas Schmirgelpolitur aus dem Baumarkt wieder frei, die sind speziell dafür gemacht, da muss man sich doch nicht gleich ein neues kaufen! Früher wurden solche Tipps sogar noch im Fernsehen gezeigt, aber jetzt kommen nur noch Weiber-Tipps für Schnittblumen und hübsche Wandfarbe. Eine Schande ist das. In der DDR gab es von Mutti zum Auszug noch ein großes Buch mit allen Haushalts- und Handwerkstipps drin, jetzt klingelt bei den Eltern alle 2 Minuten das Telefon, weil ihre Gören so unselbstständig sind! Ist doch so!